AufbauPost - WunschPost für Dich

AufbauPost
So könnte sie aussehen....

Aktualisierung am 22.11. Aus beruflichen Gründen beende ich diese Aktion heute.

 

Du kannst Post von mir bekommen. AufbauPost. Diese Aktion habe ich mir ausgedacht. Aufbauen soll diese Post zuerst mich. Denn sie ist etwas Schönes, Kreatives, Sinnvolles; kurz etwas Aufbauendes, dass ich in diesen Zeiten tun kann. Und sie ist etwas, das ich sicher planen und gestalten kann!

Dir soll sie natürlich auch Freude bringen. Jede Post gestalte ich extra und sie enthält ein nur für Dich geschriebenes Gedicht sowie Collagen, Drucke oder ähnliches aus meiner Kreativwerkstatt.

Wenn Du AufbauPost erhalten willst, dann schreibe mir über das Formular Deine Adresse und beantworte mir noch einige Fragen, damit das mit der Personalisierung klappt.

Deine Daten nutze ich nur für diese Aktion. Sie werden nicht weiter gegeben.

Diese Aktion ist auf den November beschränkt. Und die AufbauPost ist für Dich gratis, aber hoffentlich nicht umsonst.

Neben dem Aufbaueffekt soll sie auch ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung unserer Welt setzen.

Ich freu mich auf Deine Postwünsche.

Deine Lucia

 

AufbauPost Detail
...die AufbauPost.
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Eine Ewigkeit am Meer


Frau am Strand, altes Foto
Strandleben mit Sonnenschirm, neues Foto
Zwei Frauen im Strandkorb, altes Foto
Badende Menschen in der Ostsee, neues Foto
zwei ältere Frauen am Strand, altes Foto
Bierflasche und Schwimmring am Strandkorb, neues Foto
Gruppenbild, vier Frauen im und am Strandkorb, altes Foto
zwei Männer am Strand, neues Foto
zwei Strandkörbe nahe der Düne, altes Foto
Kinder bauen Sandburgen, neues Foto
Abendstimmung am Meer, altes Foto

Bilder aus einem Fotoalbum vom Flohmarkt, über dass ich gar nichts weiß

Bilder aus meinem Urlaub auf Usedom, Sommer 2020

 

Gestern und heute: die Freude am Meer


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Blaue Ferne - Freitagsgedicht


Jeschken

ich schau so gerne

auf meine berge

in blauer ferne

 

sie sind wie ein

vertrautes gesicht

sie zeigen mir heimat

und verlassen mich nicht



Solche Frivolitäten wie die Postkunst kann ich mir wieder leisten, seit die Masterarbeit buchstäblich Geschichte ist.

Die Sommerpost 2020 sollte eine Briefmarke ins Blaue sein.

 

Mir klang dabei sofort etwas in den Ohren, was Jede und Jeder hier in der Oberlausitz kennt. Die Zeilen aus dem Oberlausitzlied:

 

wo der Neiße silbernes Band sich schlingt,

um der Berge grünen Kranz,

wo aus blauer Ferne der Jeschken winkt,

in der Abendsonne Glanz.

 

Der Berg Jeschken wollte aus seiner blauen Ferne auf meine Marke. Das liegt nicht nur am Oberlausitzlied. Meine Heimat-Berge sind mir wichtig, in den letzten Monaten habe ich das stark gespürt.

Das Gedicht entstand zur Briefmarke und wurde natürlich mit verschickt.

Gedruckt habe ich es mit einfachen Mitteln - zwischendurch hatte ich Zweifel wegen der Schlichtheit. Anders jedoch wollte und sollte es wohl nicht sein.

 

Ein Beipackzettel erklärte die Entstehung meiner Postkunst. In den nächsten Tagen gehen noch ein paar Extramarken auf die Reise...

 

Wer den Rundblick hier in der Oberlausitz genießen will: seit letzter Woche haben wir einen neuen Aussichtturm, hier wird über die Eröffnung berichtet und das Panorama gezeigt.

 

Liebe Grüße an alle PostkünstlerInnen, besonders an meine Gruppe 9 und an Tabea und Michaela, die das Ganze immer wieder auf die Beine stellen.


Vier Stempel und ein bisschen Acrylfarbe: fertig sind die Berge in blauer Ferne.
Vier Stempel und ein bisschen Acrylfarbe: fertig sind die Berge in blauer Ferne.
Sommerpost - fertig zum Verschicken.
Sommerpost - fertig zum Verschicken.

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Wie mir ein Notizbuch dabei half, meine Masterarbeit zu schreiben

Mein Material, um eine Masterarbeit daraus zu stricken.
Mein Material, um eine Masterarbeit daraus zu stricken.

 

Ich räume das Regalfach leer, das mit meiner Fachliteratur vollgestopft war. Jetzt habe ich also meine Masterarbeit fertig geschrieben und abgegeben. Zwischen den Büchern steckt mein Notizbuch. Hochtrabend könnte man es wissenschaftliches Journal nennen. Es war mein wichtigster Helfer beim Schreiben der Masterarbeit. Wenn ich jetzt darin blättere, dann wird mir der verrückte und vor allem lange Weg bewusst, den wir gemeinsam gegangen sind. 

Mein treuer Wegbegleiter.
Mein treuer Wegbegleiter.

 

Irgendwann im Jahr 2016 hatte ich eine Idee, worüber ich meine Masterarbeit schreiben wollte. Es sollte etwas mit Mittelalter sein – damit ich bei meiner Lieblingsprofessorin meinen Master machen kann. Und weil mich meine DDR-Biografie beschäftigte, sollte es auch damit zu tun haben.

 

 

So steht auf der ersten Seite des Notizbuches der Titel: Das Mittelalter hat ausgespielt. Die DDR-Geschichtswissenschaft und ihr Umgang mit einer ungeliebten Epoche. Unter dieser Überschrift habe ich meine Ideen im März 2017 bei einem Kolloquium an der FernUni Hagen vorgestellt. Ich wollte mein Thema durch ein universitäres Lehrbuch aus der DDR als wesentliche Quelle bearbeiten. Es gab heftige Diskussionen. Diese sind stichpunktartig im Notizbuch festgehalten. Zum Beispiel Fragen wie diese: Wie läuft die DDR-Geschichtswissenschaft? Was will das Lehrbuch und was macht die Wissenschaft tatsächlich? Wie verraten die „klugen“ DDR-Leute ihr eigenes Lehrbuch? Diese Diskussionen zeigten mir zweierlei: das Thema gibt was her. Und es bedarf noch mehr Arbeit, bis aus meinen Ideen ein machbares Konzept entstehen kann.

 

 

 

Ich blättere ein paar Seiten weiter und finde Nummern und Notizen. Die stammen von meinem Besuch im Bundesarchiv Berlin. Das bewusste Lehrbuch für deutsche Geschichte war ein Großprojekt. Die ausführlichen Dokumente der Vorarbeiten, Diskussionen, etc. zu diesem Lehrbuch findet man im Bundesarchiv. Das meiste war auf Microfiche archiviert, ich habe mir seitenweise Zeug ausgedruckt. Im Notizbuch sind die Listen dieser Drucke samt der entsprechenden Signaturen. Damit ich das später noch zuordnen kann. Auch vergilbte Post-Ist kleben dort.

 

2017 ist lange her. Es war auch das Jahr, an dem bei meinem Sohn die Ernährung umgestellt wurde und ich mich zur Diätassistentin verwandelte. Also nicht unbedingt ein Jahr mit sehr viel Luft, um die Masterarbeit vorzubereiten. Immerhin finden sich im Notizbuch Überlegungen, die sich auf das Archivmaterial beziehen und Notate zu meinen thematischen Lektüren. Ich versuche, meine Erkenntnisse über die Arbeitsweise der DDR Geschichtswissenschaft für mich in Bilder zu fassen. So notiere ich mir: Die Geschichte des Mittelalters ist wie ein Tonkrug, sie neu schreiben heißt, diesen Krug zu zerschlagen. Neues aber entsteht daraus nicht. Die Scherben werden mit dem Kitt des Marxismus-Leninismus zusammengehalten, die Form ähnelt dem, was man zu zerschlagen dachte.

Notizen, während der Recherchen im Bundesarchiv Berlin. Und ein vergilbter Post It-Zettel!
Notizen, während der Recherchen im Bundesarchiv Berlin. Und ein vergilbter Post It-Zettel!

 

2018 geht es erst im Herbst richtig weiter, da finden sich Aufgabenlisten, Kopierlisten, Aufzeichnungen zum Arbeitsstand und zur Arbeitsweise. Das erste Halbjahr 2018 hatte ich mit einem Recherche-Auftrag und der letzten Prüfung vor dem Master gut zu tun. Im Sommer fing ich meine neue Arbeit als Quereinsteigerin in einer Schule an. Es wäre gut, wenn ich den Masterabschluss bald machen könne, hieß es. Und ich wollte das Fernstudium auch gerne von der Backe haben. Aber der neue Job forderte mich sehr und ich schaffte wenig. Damit ich überhaupt sehen konnte, dass es vorwärts geht, fing ich an, im Notizbuch eine Art Tagebuch zu schreiben. 16.1.2019: Müde, Karl Marx piept mich an. Habe Literatur bestellt in Hagen. Aber wann soll ich die lesen?

 

Mir wurde klar, dass ich in diesem, meinem ersten Schuljahr die Masterarbeit nicht schreiben konnte.

 

 

Dann ging mein Laptop kaputt. Alle Daten, die ich schon für die Masterarbeit eingefüttert hatte, waren unerreichbar. In diesem Moment rettete mich das Notizbuch. Es hielt die wesentlichen Dinge verlässlicher fest, als mein Computer es konnte. Ich machte eine Liste dessen, was ich jetzt auch ohne Laptop tun konnte. Und das war erstaunlich viel. So arbeitete ich unverdrossen weiter, bis die Datenrettung mir meine Vorarbeiten zurückgab. Seitdem sicherte ich alles dreifach: auf dem neuen Laptop, auf einer externen Festplatte und ein einer Cloud.

Liste dessen, was ich tun kann, auch wenn mein Laptop kaputt gegangen ist...
Liste dessen, was ich tun kann, auch wenn mein Laptop kaputt gegangen ist...

 

Ich arbeitete auf eine erneute Präsentation beim Kolloquium im März 2019 hin. Das war nicht leicht, es fehlt mir die Spannkraft. Im Notizbuch finden sich entsprechende Selbstermunterungen: Dem Gefühl nach bin ich nun an einem Punkt, wo es sich entscheidet. Wenn ich beim Kolloquium etwas vorstellen will, dann muss ich ab jetzt sehr konzentriert arbeiten. Das fällt mir schwer, Konzentration und Kraft fehlen. Ich könnte die Präsentation auch absagen. Diese Präsentation wäre ein wesentlicher Schritt hin zum Beginn des eigentlichen Schreibprozesses. Durch das schreibende Nachdenken darüber im Notizbuch bekam ich neue Kraft und konnte noch am selben Tag hinzufügen, dass das Konzept für die Präsentation im Rohzustand steht. Yeah.

 

 

 

Das hatte also geklappt, ich stellte im März mein Thema vor. Inzwischen war alles konkreter geworden. Ich wollte Mittelalterbilder der DDR Geschichtswissenschaft in Handbüchern untersuchen, am Beispiel von zwei konkreten Herrschern. Zum Lehrbuch war ein weiteres Handbuch als Quelle dazu gekommen. Die Diskussionen nach meinem Vortrag waren wieder lebhaft. Aber diesmal wurde klar, dass mein Thema inzwischen solide aufgestellt ist. Die vielen Hinweise halfen mir sehr, alles weiter zu optimieren. Im April machte ich trotzdem gar nichts am Master. Im Mai gibt es wieder Notizen und ToDo-Listen. Im Sommer 2019 starben zwei Kommilitoninnen an Krebs. Die Trauer ist groß, doch im Notizbuch findet sich dazu wenig. Mir fehlten die Worte.

 

 

 

Im Herbst sollte es endlich ernst werden. Ich beantragte die Zulassung zur Masterarbeit und musste dazu alle absolvierten Prüfungen nachweisen. Das Zusammenstellen dieser Scheine zeigte mir, wieviel ich schon geschafft habe. Das machte Mut. Es wäre ja gelacht, wenn ich den Endspurt nicht auch hinbekommen würde. Aus Motivationsgründen listete ich die geschafften Prüfungen im Notizbuch auf. Ich reichte ein endgültiges Exposé bei meiner Professorin ein, das Thema, Vorgehen und Aufbau der geplanten Masterarbeit beschreibt. Grundlage für dieses Exposé war meine Präsentation vom März.

 

 

 

Im November 2019 beginne ich mit dem ernsthaften Schreiben. Das Thema lautet nun: Geschichte neu schreiben? Das Bild mittelalterlicher Herrscher in Handbüchern der DDR-Geschichtswissenschaft am Beispiel Otto I. und Friedrich I.

 

Ich bekomme von der FernUni meinen Abgabetermin: 3.6.2020.

 

Ab jetzt zeugen die Erfolgsprotokolle im Notizbuch vom Schreibprozess. Das Datum und eine kurze Notiz, was ich gemacht habe. So helfe ich mir selbst dabei, den Fortschritt zu dokumentieren. Es ist tatsächlich so, dass kleine Schritte weit tragen. 11.12. Erste zwei Absätze für Kapitel 2.3 geschrieben. 12.12. Kapitel 2.3 fertig. 15.12. Ergänze Kapitel 2.3 / Überarbeiten.

 

Ich kringle die Tage ein, an denen ich am Master gearbeitet habe. Mein Ziel ist es, nicht mehr als zwei Tage hintereinander ohne Kringel zu lassen. Es ist schwer, Arbeit, Familie und Masterarbeit zu schaffen. Ich bin oft sehr erschöpft und die Nerven liegen blank. Ich komme mir vor, wie in einer permanenten Prüfungssituation. Doch die Fortschritte, die ich im Notizbuch protokolliere, helfen mir.

Das Schreiben beginnt, ich halte jeden Schritt fest und kringle jeden Masterarbeitstag ein: Erfolgstagebuch.
Das Schreiben beginnt, ich halte jeden Schritt fest und kringle jeden Masterarbeitstag ein: Erfolgstagebuch.

 

Das bevorstehende Kolloquium im März lässt mich aufleben. Solche Begegnungen sind die großen Kraftquellen im Fernstudium. Doch dann kommt ein neuartiges Virus, Corona genannt, dass alles auf den Kopf stellt. Das Kolloquium wird abgesagt. Auch die Schulen werden geschlossen. FernUnterricht ist angesagt. Die Fächer werden beschränkt, für mich gibt es dadurch etwas weniger zu tun. Ich sitze zu Hause, genieße am Anfang die ungewohnte Ruhe und schreibe an der Masterarbeit weiter. Im Notizbuch steht: Gibt es jetzt in Zeiten der Pandemie etwas Sinnloseres, als sich der Masterarbeit zu widmen? Es ist sinnvoll und mächtig und stark, denn in dem ich kontinuierlich daran weiter arbeite / schreibe, sage ich: es kommen Zeiten, in denen die Masterarbeit wieder wichtig ist. Wo das zählt. Und indem ich daran schreibe, drücke ich meinen Glauben aus: diese Ausnahmesituation geht vorbei. Ich arbeite für die Zukunft. Und nutze Ruhe und Zeit, die Corona mir schenkt.

 

 

 

Manchmal geht mir die Masterarbeit auch gehörig auf den Geist. Ich fühle mich mit ihr zusammen eingesperrt und sie ist kein besonders netter Zellengenosse. Eher aufdringlich und ständig Aufmerksamkeit fordernd. Im Notizbuch setze ich das Erfolgstagebuch fort. Hier finden sich auch Zitate, die es nicht in die Masterarbeit schaffen. Am liebsten habe ich das hier von Walter Ulbricht: „Unsere Geschichtsforscher befassen sich zu sehr mit der Vergangenheit.“

 

 

 

Von der FernUni bekomme ich wie alle Masterschreiber an meiner Fakultät eine Verlängerung von sechs Wochen gewährt. Wegen Corona. Das entspannt die Lage erheblich. Ich kann etwas gelassener arbeiten. Abgabetermin ist nun der 15.7. Ich will trotzdem eher fertigwerden und abgeben. Eine Freundin vom Fach liest im Mai die Masterarbeit Korrektur. Dann gehe ich in die Endrunde und überarbeite, korrigiere, formatiere und versuche, nicht durchzudrehen. Im Notizbuch gibt es eine letzte ToDo-Liste vom 10.6. Fußnoten polieren, Überschriften korrigieren, mit der Druckerei sprechen…

 

Am 18.6. geht die Datei zur Druckerei. Am 23.6. schicke ich die Exemplare an die FernUni. Es ist geschafft. Was für ein Marathon.

 

 

 

Das Notizbuch hat noch einige freie Seiten. Die werde ich füllen, wenn ich mein Ergebnis bekommen habe. Doch das Happy End steht schon fest: Ich habe es geschafft!

Die allerletzte ToDo Liste!!!
Die allerletzte ToDo Liste!!!

P.S. Doreen hat mich im Frühjahr 2019 zu meiner geplanten Masterarbeit befragt: Hier.

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Tränen lachen - Freitagsgedicht


Blaue Stunde am Haus

Ich lache 

Tränen

und fange

an zu weinen

weil ich

merke

 

ich kann

wieder

Tränen 

lachen


Die Masterarbeit ist abgeschickt. 

Erleichterung pur.

Aber Tränen lache ich erst in einer Runde von Menschen, die so seit Anfang März nicht mehr zusammen sitzen konnte. Jetzt geht das wieder.

Durch die Lockerungen sitzen die Tränen locker. So meine These.

 

Noch eine These: dieser Blog wird wieder lebendiger. Weil, am Master muss ich nicht mehr stricken. Die Masterarbeit ist abgeschickt. Erleichterung pur. 


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Ostern 2020 - Freitagsgedicht

 

Ohnmacht.

Sehnsucht.

Tränen.

Einsamkeit.

Rückzug.

Nichts!

 

 

Oh

Sonne!

Tulpen,

Eierlikör,

Romane,

Natur.

 



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Vom Glück in Zeiten der Ausgangssprerre

Eine Frucht von mehr Zeit zu Hause: mein Lyrikregal ist neu sortiert.
Eine Frucht von mehr Zeit zu Hause: mein Lyrikregal ist neu sortiert.

 

Homeoffice ist auch bei mir angesagt. Online unterrichten und ansonsten brav zu Hause bleiben. Eine privilegierte Situation, ich weiß. Aber beklemmend ist es trotzdem. Wie hält man das aus? Wer spricht in diesen Zeiten sogar vom Glück?

 

Hanns-Josef Ortheil schreibt in seinem Blog darüber und kann diesen abgeschlossenen Zeiten sehr viel positives abgewinnen. Er liest jetzt seinen LeserInnen auch aus seinen Büchern und Texten vor. In diesem Beitrag über seinen Schreibtisch (!!!) beendet er die Lesung mit den Worten: "entnehmen Sie diesem Leben, dass es jetzt gibt, soviel Glück wie möglich."

 

Kirill Serebrennikow sieht das ähnlich und er muss es wissen. Er stand anderhalb Jahre unter Hausarrest. Er sagt "Die Isolation ist ein Geschenk des Himmels." Er nennt 10 Gründe, warum das so ist. Grundsätzlich ist er der Meinung, dass wir diese Zeit als einen Neustart sehen sollten. Hier gibt es den Beitrag zum Nachhören. 

 

Für ein eingeschränktes Leben können wir sehr viel von den Menschen lernen, die diesen Lebensstil immer praktizieren. Menschen im Kloster. Äbtissin Christina Reemts aus Mariendonk sagt, dass ein Leben, "das gerade dadurch, dass es nicht ständig Abwechslung und Zerstreuung bietet, uns fähig macht, wirklich schöpferisch zu sein, wirklich zuzuhören, wirklich das zu tun, was wir im Tiefsten wollen." Und der strukturierte Tagesablauf eines Klosters ist etwas, das uns jetzt inspirieren kann, unsere frei verfügbare Zeit weise zu nutzen. 

 


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Schnipselpoesie - Freitagsgedicht


Nebensachen Schnipselpoesie

 

 

 

 

 

 

Nebensachen kommen

nicht sofort

ans Licht...

Sie brauchen erst

eine Prise

Hamoniegestöber

im Schatten.



Als wir uns im Schreibkurs noch treffen konnten, haben wir in Worten geschwelgt. 

Ausgeschnittene Worte aus ganz verschiedenen Zeitschriften. Es war eine Freude, daraus Texte zu bauen.

Ich zeige euch das heute als Anregung. Nehmt, was ihr herumliegen habt, schneidet Worte aus, schiebt sie hin und her... Es darf Quatsch herauskommen. Ich zeige euch meine anderen beiden Texte hier unten. ;-) Kindern macht das übrigens großen Spaß. Aber nicht nur ihnen.

 

Solches "Schreiben" hilft, wenn einem selbst die Worte fehlen.


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Einmal Gemüse ohne ALLES.

Mit Kartoffeln fängt es oft an.

 

der

Bratwurst

SKANDAL

eskaliert.

Entdecker Diät Schnipselpoesie

Zurück zu den Wurzeln Schnipselpoesie

 

 

 

Zurück zu den Wurzeln

denn jetzt denkt

die Schule der Frauen

wieder.

 

Zwischen Acker 

und Schreibtisch

werden

weise Worte

zu Ohrwürmern.



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