Geknickte Grüße - Freitagsgedicht

 

 

Ich wollte dir schreiben vom Höhenglück,

mit Weitblick, Ausblick und Gipfelkick.

Doch gleich am Anfang bin ich umgeknickt.

Jetzt ist mein rechter Fuß ganz dick.

Und ich muss auf dem Boden bleiben

und geerdete Sachen schreiben.

Auch das hat seinen Reiz.

Viele Grüße aus der Sächsischen Schweiz.

 

 



So erging es mir letzte Woche im Urlaub. Ich befinde mich im Einklang mit Mano.

Inzwischen hat der Alltag mich wieder, das Fernstudium hält mich in Atem und der Fuß ist fast wieder gut.

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kreativ sein oder nicht - das ist hier die Frage - freebie

wie finde ich Zeit zum Schreiben

Bevor wir uns in die Sommerpause verabschiedeten, gab ich Jeder und Jedem ein solches Blatt mit. Unser Kurs im kreativen Schreiben ist eine tolle Sache. Alleine den Sommer über am Schreiben dran zu bleiben, ist für die meisten nicht so einfach.

Deshalb habe ich mir diese Grafik zur Entscheidungsfindung ausgedacht. Mit etwas Augenzwinkern führt sie uns alle in eine schöne Sommerzeit.

 

Am wichtigsten ist mir die Erkenntnis: ich schaffe mir günstige Bedingungen, ich warte nicht auf sie. Denn wenn ich darauf warte, dass alles perfekt ist, ich Ruhe und Ideen und Lust, das richtige Papier, den Lieblingsstift und einen Platz mit Meerblick habe, dann werde ich den ganzen Sommer lang nicht schreiben. 

 

Ich denke, diese Grafik ist auch etwas für euch. Sie funktioniert für jegliche kreative Tätigkeiten. Ersetzt das Schreiben durch etwas, das euer Herz erfrischt. 

 

Herunterladen, ausdrucken, ausfüllen, loslegen... oder Füße hochlegen. Je nachdem.

 

P.S. Letztes Jahr gab es das kreative Sommerbingo, auch das motiviert und macht Spaß.


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Neuigkeiten und Freiexemplare

mein juni collage

Heute ist hier der letzte Schultag. Wenn im August das neue Schuljahr beginnt, werde ich Lehrerin sein. 

Hiermit präsentiere ich diese große Neuigkeit! Vorbei ist es mit der Ungewissheit der letzten Monate und der Ziellosigkeit der letzten Jahre (was fange ich nur mit meinen Qualifikationen in einer schönen aber strukturschwachen Gegend an?).

Dass mein altes Ingenieurstudium mir noch einmal nutzen würde und ich zur Mathelehrerin mutiere, wer hätte das gedacht? Und doch ist es so. Und es macht mich sehr glücklich.

 

Natürlich muss ich mein Fernstudium (Geschichte / Literatur) noch beenden... und das wird mir dabei helfen, dass ich die entsprechenden Fächer in Zukunft auch unterrichten kann. Auf der Monatscollage fehlt ein Hinweis darauf, dass ich gerade sehr fleißig an der letzten Hausarbeit fürs Studium schreibe. Wenn diese fertig ist, dann fehlt "nur" noch die Masterarbeit...

 

Neben diesen Veränderungen hatte der Juni auch sonst reichlich Programm zu bieten. Für die FernUni war ich dienstlich ein paar Tage in Wolfenbüttel. Dort war es wundervoll. Und es wurde noch besser, denn am Ende traf ich mich mit Mano.

 

Als ich heimkehrte, stand das große Jubiläum der Buchhandlung auf dem Plan. Bei diesen Festlichkeiten wurde die Festschrift veröffentlicht, die mich in den ersten Monaten dieses Jahres reichlich beschäftigt hat. Sprich, ich habe das Ding verfasst. Handel im Wandel erzählt von einer christlichen Buchhandlung, die in einem viel zu kleinen Ort unter oft schwierigen Bedingungen seit 120 Jahren existiert. Ich habe einige Frei-Exemplare zu vergeben. Wer eines haben möchte, schreibt mir das bitte als Kommentar.

 

Einen Tagesausflug nach Berlin konnte ich unternehmen, um Doreens Ausstellung zu besuchen (und Doreen natürlich auch). Das spannenden Thema hieß: als ich noch echt war. Außerdem traf ich mich in Berlin mit vielen anderen Kreativen rund um Fran.

 

Das alles hat mich sehr inspiriert und angeregt, selbst wieder ein kreatives Projekt zu starten. Und deshalb habe ich mich kurz vor Schluss (oder eigentlich nach Schluss) zur Sommerpost / Mailart angemeldet. Ich habe da nämlich so eine Idee... die kann ich jetzt natürlich noch nicht verraten.

 

Und noch etwas Positives gibt es im Juni: wir schwimmen weiter auf der Erfolgswelle der ketogenen Diät. Im Juli wird mein Sohn keine Antiepileptika mehr einnehmen müssen. Wir konnten in den letzten Wochen das letzte Medikament erfolgreich absetzen. Hätte mir das jemand vor einem Jahr erzählt, ich hätte das nicht geglaubt.

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich diesmal soviel Gutes zu berichten habe. 

Birgitt sammelt die Monatscollagen hier.


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Ideen sind überall

Roter Papierbaum und Gelliprint Papierliebe pur

 

Es gibt keine dummen Fragen, aber bekloppte Fragen gibt es schon. Finde ich. Besonders nervt mich folgende Frage: Wo nimmst du nur deine Ideen her? Ja, woher wohl. Ideen sind überall und meistens finden sie mich...

Zum Beispiel Mustermittwoch. Diesen Monat sind Fliesenmuster gefragt. Zusammen mit meiner persönlichen Challenge, immer mit Gellidrucken zu arbeiten, war das eine Herausforderung. Ideen kamen und gingen und keine überzeugte mich.

 

Das ging bis gestern Abend so. (Pünktlich einen Tag vor dem Mustermittwoch! Manche Ideen leben bei Zeitdruck auf.)

Die Idee sagte zu mir: Du hast so viele per Gelliplatte bedruckte Papiere. Mach daraus was. Ich nickte und machte mich fröhlich ans Werk. Ich war dieser Idee sehr dankbar, denn es ging schnell und ich kam ohne großes (und sonst heiß geliebtes) Farb-Gemansche aus... Bei meinen vollen Tagen momentan ist das sehr praktisch. 

 

Quadrate schneiden...
Quadrate schneiden...
Gelliprint Collage
... zu einem Fliesenmuster legen und kleben...
... und noch einmal bei Tageslicht fotografieren.
... und noch einmal bei Tageslicht fotografieren.
Schätze vom Handwerkermarkt
Schätze vom Handwerkermarkt

 

Ideen stecken für mich auch in den Dingen. Hier seht ihr meine Schätze, die ich letztes Wochenende auf dem Herrnhuter Kunsthandwerkermarkt gekauft habe. Eine rote Karte mit Baum, ein Aquarell eines Umgebindehauses, ein Tonengel.

Erst zu Hause merkte ich, dass diese drei Dinge genau meine Themen repräsentieren. Der Baum steht für Wurzeln und Wachstum, das Haus für Heimat und Geborgenheit, der Engel für Spiritualität. Ich gebe den Schätzen in meinem Arbeitszimmer einen Ehrenplatz. Damit sich die in ihnen steckenden Ideen entfalten können.

So wie sich der Papierbaum aus der Karte entfaltet, wenn man sie aufklappt. Ist der nicht wunderbar?

 

P.S. Bekloppt angefangen, wunderbar aufgehört. So macht Bloggen Spaß.

 

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einander grün - Freitagsgedicht

 

dein lachen ist unser sonnenschein.

ohne meine tränen bleibt uns

nur eine wüste.

 

 

ein mensch allein verdörrt.

lass uns einander grün sein. 

 



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Rückblick - Mein Mai

Monatscollage Mai
Monatscollage Mai

 

Heute ist ein historischer Tag. Mein Sohn muss ab heute tagsüber keine Antiepileptika mehr einnehmen. Das ist ein großer Erfolg, den wir vor allem der ketogenen Diät zu verdanken haben. Ich konzentriere mich auf diesen Erfolg, dann ärgere ich mich nicht so sehr darüber, dass die Krankenkasse diese Diät nicht unterstützt. Unseren Kampf, der in den vergangenen Monatsrückblicken eine Dauerrolle spielte, haben wir verloren.

 

Meine Collage ist umrahmt von der Frühlingspost im sanften Morgentau. Viele Walzendrucke haben mich erreicht. Fast immer merkt man die Sorgfalt und Liebe, die in ihnen steckt. Noch immer fehlt ein Druck in unserer Gruppe 8. Ich frage mich schon, wie man sich zu so einer Aktion anmelden kann ohne selbst etwas Zeit und Elan für den eigenen Anteil aufbringen zu wollen? 

 

Mein Mai war voller Arbeit fürs Studium und in der Familie. Ein Höhepunkt war ein gemeinsames Wanderwoche im Isergebirge. Nur mein Mann und ich. 

Im Hintergrund laufen bei mir einige Entwicklungen, von denen ich erst berichten kann, wenn die Sachen spruchreif sind. 

Es befindet sich gerade vieles im Umbruch...

 

Birgitt sammelt trotz der neuen Datenschutzgesetze weiter unsere Monatscollagen. Zum Glück. 

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Vom Versuch, keine kitschigen Frühlingsbäume zu fabrizieren

Frühlingsbäume 1
Frühlingsbäume 1

Kann man Frühlingsbäume auch ohne Kitsch darstellen? Natürlich, wenn ich an die blühenden Bäume bei van Gogh denke... Und der Mustermittwoch im Mai beweist es auch. Dennoch erscheint es mir schwierig. Ich versuche in diesem Jahr, den Mustermittwoch immer mit meiner Gelliplatte zu bestreiten. Nun, ich mag gerade solche Aufgaben. 

 

Ich habe mit einer selbst ausgedachten Transfertechnik experimentiert, zu der ich Wachspapier und die Gelliplatte benutzte. Falls das jemanden genauer interessiert, werde ich ausführlicher darüber berichten. Die schwarzen Linien sind per Pausverfahren aufs Blatt gekommen.

Frühlingsbäume 2
Frühlingsbäume 2

Meine Ergebnisse finde ich gut. Kitschig sind sie jedenfalls nicht geworden. Ich hätte aber gern noch etwas mehr Zeit gehabt, um weiter zu probieren. Mein Mai war gut gefüllt, deshalb kommt auch mein Beitrag gerade noch pünktlich ;)

Frühlingsbäume 3
Frühlingsbäume 3

Eher ins Abstrakte geht die zweite Version, wo geschnittene Bäume auf einem Gellidruck kleben. (Und das Junithema der Fliesenmuster schon anklingt...)

Frühlingsbäume 4
Frühlingsbäume 4
Die Idee stammt aus diesem Buch!
Die Idee stammt aus diesem Buch!
Das Buch von Deborah Velasquez ist voller Ideen und Inspirationen.
Das Buch von Deborah Velasquez ist voller Ideen und Inspirationen.
Frühlingsbäume 4, Nahaufmahme
Frühlingsbäume 4, Nahaufmahme

Michaelas Mustermittwoch im Mai: Thema Frühlingsbäume

Danke für die zuverlässige Lieferung von Inspiration und Ansporn, sich aus der eigenen Komfortzone heraus zu mustern.

 

Mehr Informationen zum Buch Schwarz & Weiß Zeichnen von Deborah Velasquez findet ihr hier.  

Meine Lieblingsseite aus dem Buch Schwarz & Weiß. So viele Anregungen für Pinsel, Stift und Schere...
Meine Lieblingsseite aus dem Buch Schwarz & Weiß. So viele Anregungen für Pinsel, Stift und Schere...
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5 Dinge, die ich beim täglichen Schreiben gelernt habe

einige der Collagen zu den Gedichten der letzten Woche
einige der Collagen zu den Gedichten der letzten Woche

Ohne vorher viel darüber nachzudenken habe ich an der Lyrikwoche von Sophie Paulchen teilgenommen. Auf ihren Impuls hin schrieb ich jeden Tag ein Gedicht. Ich bin froh darüber, denn dabei habe ich viel gelernt.

  • Ja, es ist anstrengend, sich jeden Tag die Lücke zu schaufeln. Die Zeit-Lücke, die es braucht, um etwas zu schreiben und es dann auch im Blog einzustellen. Aber es ist möglich. Das habe ich neu erfahren. 
  • Es reicht, sich diese Zeit zu nehmen und dann einfach loszulegen. An den meisten Tagen setzte ich mich hin und hatte noch keine Idee. Trotzdem fing ich an zu schreiben. Und jeden Tag entstand so ein Gedicht. Die Inspiration kommt, sobald ich mich an die Arbeit mache. Wenn ich jedoch auf eine Idee warte, ohne etwas zu tun, dann geschieht nichts.
  • Es half mir sehr, meine eigenen Ansprüche niedrig zu halten. Ziel war ein Gedicht pro Tag. Es musste kein Meisterwerk entstehen sondern fertig werden. Meistens scheitere ich daran, dass ich Großartiges vollbringen will und deshalb gar nicht erst anfange. Es ist befreiend, den Fokus nicht zuerst auf die Qualität zu legen.
  • Jedem Gedicht habe ich eine eigenen Collage hinzugefügt. Das war eine Zusatzaufgabe, die ich mir selbst gestellt habe. Aber genau das ist Meins: diese Verbindung von Text und Bild. Ich schwanke oft zwischen meiner malenden und meiner schreibenden Seite. Hier konnten beide zusammen arbeiten. Auf diesem Weg werde ich weiter gehen.
  • Die Lyrikwoche hat mich wieder zum Bloggen gebracht. Jetzt habe ich neuen Schwung und vor allem Ideen, um hier wieder mit Freude aktiv zu sein.

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Sommerregen


collage sommerregen

als der regen kam

und uns nicht störte,

wir freuten uns

über die warme dusche,

rannten lachend

durch die pfützen

und jubelten dem

regenbogen zu;

da merkten wir,

wir können es noch:

so zu sein wie die Kinder.



Finale von Frau Paulchens Lyrikwoche.

Der Impuls für den siebten Tag: Sommerregen

Ich reiche mein Gedicht heute nach... Gestern war ich offline...

 

Hier sind alle Gedichte zum Sommerregen zu finden. Morgen kommt mein Resümee: wie war es, sieben Tage lang je ein Gedicht zu schreiben? Soviel sei schon verraten: es war toll und es war ätzend.


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erklären


mixed media das wetter

Es liegt am Wetter,

sage ich,

um meinen Trübsinn

zu erklären.

Die Wahrheit

 

sag ich nicht.



Tag 6 der Lyrikwoche bei Frau Paulchen. Der Impuls für heute: Föhn.

Hier sind alle Gedichte zum Föhn nachzulesen. 


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Ziel: Freitagsgedicht


Collage Melancholie

 

Ziel:

 

ein reifer Mensch

zu werden in einer

rauen Welt;

ein Mensch,

der trotz allem

die Hoffnung behält.

 

 



Dieses Freitagsgedicht entstand auf den Impuls von Sophie Paulchen hin, die gerade eine Lyrikwoche veranstaltet. Der Impuls für diesen 5. Tag lautet: Raureif.

 

Hier sind alle Gedichte zum Raureif nachzulesen.

 


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Eisblock


zwischen uns

der Eisblock

unsere Sehnsucht 

hat zu wenig Wärme

unsere Liebe schafft

kein Tauwetter mehr

in der Kälte wächst 

der Eisblock

zwischen uns

 



Der Impuls für den 4. Tag der Lyrikwoche: Tauwetter

 

Frau Paulchens Lyrikwoche frapalywo

Alle Gedichte zum Tauwetter

 


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Die Frage


mein schatten in der mittagshitze

Die Frage

 

Wenn wir ihn 

bei flirrender Mittagshitze

am meisten brauchen,

dann ist er am kleinsten.

Der Schatten.

 

Was will das Leben

uns damit sagen?



Der Impuls für heute: flirrende Mittagshitze.

Dritter Tag der Lyrikwoche, die Herausforderung wird fühlbar. Die Anfangseuphorie ist vorbei, ab jetzt heißt es durchhalten. Nach Ideen haschen, ohne sich zu verkrampfen... Das allein ist eine Kunst für sich.

Bei mir war diesmal zuerst das Bild da, dann das Gedicht. Gestern war es umgekehrt.

 

Frau Paulchens Lyrikwoche - frapalywo

Hier sind alle Gedichte zur flirrenden Mittagshitze


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Ostkind - Gedicht

Ostkind,

in dir weht ein andrer Wind.

Du weißt, dass die Glitzerwelt,

das, was sie verspricht, nicht hält.

Sie braucht dein Gesicht.

Versteck dich nicht. 

collage Ostkind


Der Impuls für den zweiten Tag der Lyrikwoche lautet: Ostwind.

Bei mir ist ein Ostkind daraus geworden. Ich mag es sehr.

 

Hier könnt ihr alle Gedichte zum Ostwind nachlesen.

frapalywo: Lyrikwoche bei Sophie Paulchen


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Ach Nebel - Haiku - Lyrikwoche

Collage Heimatblick

 

Ach Nebel, der du

uns mit Grauschleiern verführst!

Ein netter Versuch.

 



 

Frau Paulchens Lyrikwoche beginnt heute und bringt mich wieder zum Bloggen! Ich versuche, an allen sieben Tagen nach Sophie Paulchens Impulsen zu dichten und das Ergebnis hier auch einzustellen.

Das Thema für heute lautet: Hochnebel

 

Die Sonne schien hier den ganzen Tag. Es fiel mir erstaunlich leicht, bei solchem Wetter ein Nebelgedicht zu schreiben. Wahrscheinlich wäre das Gedicht anders geworden, wenn vor meinem Fenster tatsächlich Nebel regiert hätte. 

Das es ein Haiku ist, hat mich selbst überrascht. Aber so überraschend ist das eigentlich nicht. Die Form des Haikus beschäftigt mich gerade. In unserer Schreibgruppe am Donnerstag werden wir welche schreiben. Silbenzählen ist ein toller Gehirn-Sport.

 



Auf der Startseite werden die Blogbeiträge des aktuellen und der beiden vorangegangenen Monate angezeigt.

Ältere Artikel findest du im Blog-Archiv.