Der Coronadreck

Corona-Worte I
Corona-Worte I
Corona-Worte II
Corona-Worte II

Es ist kein Problem, wenn mir mal die Worte fehlen. Es gibt genug davon überall zu finden. Im Herbst habe ich angefangen, Corona-Worte zu sammeln. Wortzusammensetzungen mit Corona aus der Sächsischen Zeitung.

Davon gibt es reichliche Auswahl und sie beschreiben die Situation umfassend.

Diese Sammlung aber zeigt mir vor allem, wie sehr meine Wahrnehmung von Corona geprägt ist. Erst nach dem Aufkleben bemerkte ich, dass ich den Container-Dreck in Bild 2 als Corona-Dreck gelesen habe!!!

 

Hoffen wir, dass die Zeitungen bald von Corona-Entspannung schreiben können und von Corona-Erleichterung wegen sinkender Corona-Zahlen.

Corona-Worte III
Corona-Worte III
Corona-Worte IV
Corona-Worte IV

P.S. Meine bildliche Beschäftigung mit der Corona-Situation habe ich auf Instagram gezeigt.

 

0 Kommentare

Umarmungsgutscheine - kostenlos zum Ausdrucken


Umarmungsgutschein

Ab jetzt kannst Du Dir hier Umarmungsgutscheine herunterladen und verschenken. Denn wir vertrauen darauf, dass die Zeit der Umarmungen wieder kommen wird.

 

Die Zeichnung entstand im Zuge der AufbauPost, ich habe sie digital bearbeitet und nun darfst Du sie weitergeben. Den Gutschein gibt es in zwei Varianten, mit und ohne Text.


Download
Umarmungsgutschein mit Text.png
Portable Network Grafik Format 161.6 KB
Download
Umarmungsgutschein ohne Text.png
Portable Network Grafik Format 147.5 KB
mehr lesen 3 Kommentare

AufbauPost - WunschPost für Dich

AufbauPost
So könnte sie aussehen....

Aktualisierung am 22.11. Aus beruflichen Gründen beende ich diese Aktion heute.

 

Du kannst Post von mir bekommen. AufbauPost. Diese Aktion habe ich mir ausgedacht. Aufbauen soll diese Post zuerst mich. Denn sie ist etwas Schönes, Kreatives, Sinnvolles; kurz etwas Aufbauendes, dass ich in diesen Zeiten tun kann. Und sie ist etwas, das ich sicher planen und gestalten kann!

Dir soll sie natürlich auch Freude bringen. Jede Post gestalte ich extra und sie enthält ein nur für Dich geschriebenes Gedicht sowie Collagen, Drucke oder ähnliches aus meiner Kreativwerkstatt.

Wenn Du AufbauPost erhalten willst, dann schreibe mir über das Formular Deine Adresse und beantworte mir noch einige Fragen, damit das mit der Personalisierung klappt.

Deine Daten nutze ich nur für diese Aktion. Sie werden nicht weiter gegeben.

Diese Aktion ist auf den November beschränkt. Und die AufbauPost ist für Dich gratis, aber hoffentlich nicht umsonst.

Neben dem Aufbaueffekt soll sie auch ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung unserer Welt setzen.

Ich freu mich auf Deine Postwünsche.

Deine Lucia

 

AufbauPost Detail
...die AufbauPost.
2 Kommentare

Eine Ewigkeit am Meer


Frau am Strand, altes Foto
Strandleben mit Sonnenschirm, neues Foto
Zwei Frauen im Strandkorb, altes Foto
Badende Menschen in der Ostsee, neues Foto
zwei ältere Frauen am Strand, altes Foto
mehr lesen 0 Kommentare

Blaue Ferne - Freitagsgedicht


Jeschken

ich schau so gerne

auf meine berge

in blauer ferne

 

sie sind wie ein

vertrautes gesicht

sie zeigen mir heimat

und verlassen mich nicht



Solche Frivolitäten wie die Postkunst kann ich mir wieder leisten, seit die Masterarbeit buchstäblich Geschichte ist.

Die Sommerpost 2020 sollte eine Briefmarke ins Blaue sein.

 

Mir klang dabei sofort etwas in den Ohren, was Jede und Jeder hier in der Oberlausitz kennt. Die Zeilen aus dem Oberlausitzlied:

 

wo der Neiße silbernes Band sich schlingt,

um der Berge grünen Kranz,

wo aus blauer Ferne der Jeschken winkt,

in der Abendsonne Glanz.

 

Der Berg Jeschken wollte aus seiner blauen Ferne auf meine Marke. Das liegt nicht nur am Oberlausitzlied. Meine Heimat-Berge sind mir wichtig, in den letzten Monaten habe ich das stark gespürt.

Das Gedicht entstand zur Briefmarke und wurde natürlich mit verschickt.

Gedruckt habe ich es mit einfachen Mitteln - zwischendurch hatte ich Zweifel wegen der Schlichtheit. Anders jedoch wollte und sollte es wohl nicht sein.

 

Ein Beipackzettel erklärte die Entstehung meiner Postkunst. In den nächsten Tagen gehen noch ein paar Extramarken auf die Reise...

 

Wer den Rundblick hier in der Oberlausitz genießen will: seit letzter Woche haben wir einen neuen Aussichtturm, hier wird über die Eröffnung berichtet und das Panorama gezeigt.

 

Liebe Grüße an alle PostkünstlerInnen, besonders an meine Gruppe 9 und an Tabea und Michaela, die das Ganze immer wieder auf die Beine stellen.

mehr lesen 1 Kommentare

Wie mir ein Notizbuch dabei half, meine Masterarbeit zu schreiben

Mein Material, um eine Masterarbeit daraus zu stricken.
Mein Material, um eine Masterarbeit daraus zu stricken.

 

Ich räume das Regalfach leer, das mit meiner Fachliteratur vollgestopft war. Jetzt habe ich also meine Masterarbeit fertig geschrieben und abgegeben. Zwischen den Büchern steckt mein Notizbuch. Hochtrabend könnte man es wissenschaftliches Journal nennen. Es war mein wichtigster Helfer beim Schreiben der Masterarbeit. Wenn ich jetzt darin blättere, dann wird mir der verrückte und vor allem lange Weg bewusst, den wir gemeinsam gegangen sind. 

Mein treuer Wegbegleiter.
Mein treuer Wegbegleiter.

 

Irgendwann im Jahr 2016 hatte ich eine Idee, worüber ich meine Masterarbeit schreiben wollte. Es sollte etwas mit Mittelalter sein – damit ich bei meiner Lieblingsprofessorin meinen Master machen kann. Und weil mich meine DDR-Biografie beschäftigte, sollte es auch damit zu tun haben.

 

 

So steht auf der ersten Seite des Notizbuches der Titel: Das Mittelalter hat ausgespielt. Die DDR-Geschichtswissenschaft und ihr Umgang mit einer ungeliebten Epoche. Unter dieser Überschrift habe ich meine Ideen im März 2017 bei einem Kolloquium an der FernUni Hagen vorgestellt. Ich wollte mein Thema durch ein universitäres Lehrbuch aus der DDR als wesentliche Quelle bearbeiten. Es gab heftige Diskussionen. Diese sind stichpunktartig im Notizbuch festgehalten. Zum Beispiel Fragen wie diese: Wie läuft die DDR-Geschichtswissenschaft? Was will das Lehrbuch und was macht die Wissenschaft tatsächlich? Wie verraten die „klugen“ DDR-Leute ihr eigenes Lehrbuch? Diese Diskussionen zeigten mir zweierlei: das Thema gibt was her. Und es bedarf noch mehr Arbeit, bis aus meinen Ideen ein machbares Konzept entstehen kann.

 

 

 

Ich blättere ein paar Seiten weiter und finde Nummern und Notizen. Die stammen von meinem Besuch im Bundesarchiv Berlin. Das bewusste Lehrbuch für deutsche Geschichte war ein Großprojekt. Die ausführlichen Dokumente der Vorarbeiten, Diskussionen, etc. zu diesem Lehrbuch findet man im Bundesarchiv. Das meiste war auf Microfiche archiviert, ich habe mir seitenweise Zeug ausgedruckt. Im Notizbuch sind die Listen dieser Drucke samt der entsprechenden Signaturen. Damit ich das später noch zuordnen kann. Auch vergilbte Post-Ist kleben dort.

 

2017 ist lange her. Es war auch das Jahr, an dem bei meinem Sohn die Ernährung umgestellt wurde und ich mich zur Diätassistentin verwandelte. Also nicht unbedingt ein Jahr mit sehr viel Luft, um die Masterarbeit vorzubereiten. Immerhin finden sich im Notizbuch Überlegungen, die sich auf das Archivmaterial beziehen und Notate zu meinen thematischen Lektüren. Ich versuche, meine Erkenntnisse über die Arbeitsweise der DDR Geschichtswissenschaft für mich in Bilder zu fassen. So notiere ich mir: Die Geschichte des Mittelalters ist wie ein Tonkrug, sie neu schreiben heißt, diesen Krug zu zerschlagen. Neues aber entsteht daraus nicht. Die Scherben werden mit dem Kitt des Marxismus-Leninismus zusammengehalten, die Form ähnelt dem, was man zu zerschlagen dachte.

Notizen, während der Recherchen im Bundesarchiv Berlin. Und ein vergilbter Post It-Zettel!
Notizen, während der Recherchen im Bundesarchiv Berlin. Und ein vergilbter Post It-Zettel!

 

2018 geht es erst im Herbst richtig weiter, da finden sich Aufgabenlisten, Kopierlisten, Aufzeichnungen zum Arbeitsstand und zur Arbeitsweise. Das erste Halbjahr 2018 hatte ich mit einem Recherche-Auftrag und der letzten Prüfung vor dem Master gut zu tun. Im Sommer fing ich meine neue Arbeit als Quereinsteigerin in einer Schule an. Es wäre gut, wenn ich den Masterabschluss bald machen könne, hieß es. Und ich wollte das Fernstudium auch gerne von der Backe haben. Aber der neue Job forderte mich sehr und ich schaffte wenig. Damit ich überhaupt sehen konnte, dass es vorwärts geht, fing ich an, im Notizbuch eine Art Tagebuch zu schreiben. 16.1.2019: Müde, Karl Marx piept mich an. Habe Literatur bestellt in Hagen. Aber wann soll ich die lesen?

 

Mir wurde klar, dass ich in diesem, meinem ersten Schuljahr die Masterarbeit nicht schreiben konnte.

 

 

Dann ging mein Laptop kaputt. Alle Daten, die ich schon für die Masterarbeit eingefüttert hatte, waren unerreichbar. In diesem Moment rettete mich das Notizbuch. Es hielt die wesentlichen Dinge verlässlicher fest, als mein Computer es konnte. Ich machte eine Liste dessen, was ich jetzt auch ohne Laptop tun konnte. Und das war erstaunlich viel. So arbeitete ich unverdrossen weiter, bis die Datenrettung mir meine Vorarbeiten zurückgab. Seitdem sicherte ich alles dreifach: auf dem neuen Laptop, auf einer externen Festplatte und ein einer Cloud.

mehr lesen 4 Kommentare

Tränen lachen - Freitagsgedicht


Blaue Stunde am Haus

Ich lache 

Tränen

und fange

an zu weinen

weil ich

merke

 

ich kann

wieder

Tränen 

lachen


Die Masterarbeit ist abgeschickt. 

Erleichterung pur.

Aber Tränen lache ich erst in einer Runde von Menschen, die so seit Anfang März nicht mehr zusammen sitzen konnte. Jetzt geht das wieder.

Durch die Lockerungen sitzen die Tränen locker. So meine These.

 

Noch eine These: dieser Blog wird wieder lebendiger. Weil, am Master muss ich nicht mehr stricken. Die Masterarbeit ist abgeschickt. Erleichterung pur. 


2 Kommentare

Ostern 2020 - Freitagsgedicht

 

Ohnmacht.

Sehnsucht.

Tränen.

Einsamkeit.

Rückzug.

Nichts!

 

 

Oh

Sonne!

Tulpen,

Eierlikör,

Romane,

Natur.

 



1 Kommentare

Vom Glück in Zeiten der Ausgangssprerre

Eine Frucht von mehr Zeit zu Hause: mein Lyrikregal ist neu sortiert.
Eine Frucht von mehr Zeit zu Hause: mein Lyrikregal ist neu sortiert.

 

Homeoffice ist auch bei mir angesagt. Online unterrichten und ansonsten brav zu Hause bleiben. Eine privilegierte Situation, ich weiß. Aber beklemmend ist es trotzdem. Wie hält man das aus? Wer spricht in diesen Zeiten sogar vom Glück?

 

Hanns-Josef Ortheil schreibt in seinem Blog darüber und kann diesen abgeschlossenen Zeiten sehr viel positives abgewinnen. Er liest jetzt seinen LeserInnen auch aus seinen Büchern und Texten vor. In diesem Beitrag über seinen Schreibtisch (!!!) beendet er die Lesung mit den Worten: "entnehmen Sie diesem Leben, dass es jetzt gibt, soviel Glück wie möglich."

 

Kirill Serebrennikow sieht das ähnlich und er muss es wissen. Er stand anderhalb Jahre unter Hausarrest. Er sagt "Die Isolation ist ein Geschenk des Himmels." Er nennt 10 Gründe, warum das so ist. Grundsätzlich ist er der Meinung, dass wir diese Zeit als einen Neustart sehen sollten. Hier gibt es den Beitrag zum Nachhören. 

 

Für ein eingeschränktes Leben können wir sehr viel von den Menschen lernen, die diesen Lebensstil immer praktizieren. Menschen im Kloster. Äbtissin Christina Reemts aus Mariendonk sagt, dass ein Leben, "das gerade dadurch, dass es nicht ständig Abwechslung und Zerstreuung bietet, uns fähig macht, wirklich schöpferisch zu sein, wirklich zuzuhören, wirklich das zu tun, was wir im Tiefsten wollen." Und der strukturierte Tagesablauf eines Klosters ist etwas, das uns jetzt inspirieren kann, unsere frei verfügbare Zeit weise zu nutzen. 

 


2 Kommentare

Schnipselpoesie - Freitagsgedicht


Nebensachen Schnipselpoesie

 

 

 

 

 

 

Nebensachen kommen

nicht sofort

ans Licht...

Sie brauchen erst

eine Prise

Hamoniegestöber

im Schatten.



Als wir uns im Schreibkurs noch treffen konnten, haben wir in Worten geschwelgt. 

Ausgeschnittene Worte aus ganz verschiedenen Zeitschriften. Es war eine Freude, daraus Texte zu bauen.

Ich zeige euch das heute als Anregung. Nehmt, was ihr herumliegen habt, schneidet Worte aus, schiebt sie hin und her... Es darf Quatsch herauskommen. Ich zeige euch meine anderen beiden Texte hier unten. ;-) Kindern macht das übrigens großen Spaß. Aber nicht nur ihnen.

 

Solches "Schreiben" hilft, wenn einem selbst die Worte fehlen.

mehr lesen 1 Kommentare