Im vergangenen Sommer habe ich jeden Tag habe ich einen Engel gezeichnet. Dabei war diese Zeit, verglichen mit jetzt, so schön normal. Und doch - was für ein Jahr. Eben bin ich erschrocken, als ich merkte, ich habe seit Januar hier im Blog nichts mehr geschrieben! Was für ein Jahr.
Es ist nicht die einfachste Zeit, um Lehrerin zu sein. Und natürlich geht es uns Lehrer*innen noch viel besser als denen, die in der Pflege und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Erschöpft, tief erschöpft sind jetzt so viele.
Ja, ich weiß, so ein Engel auf Papier hilft nicht viel. Aber das Zeichnen, das Umsetzen in Gelliprint, das Posten hier... mir macht es das Herz ein wenig leichter. Wie immer ist Kreativität mein starker Anker. Das werde ich ab jetzt hier wieder zeigen.
Panikherz
Könntest du bitte
ruhiger schlagen,
mein Panikherz?
Schlag ruhig.
Lauf nicht im Galopp
schon am Morgen los.
Als wäre die Katastrophe
hinter uns her.
Schlag ruhig.
Die Katastrophe hat uns
längst eingeholt.
Dennoch sind wir nicht
stehen geblieben.
Schlag ruhig.
Schlag weiter.
Panikherz.
Eine der besten Dinge im eben zu Ende gegangenen Jahr war, dass Schreiben immer noch geht, wenn vieles Andere nicht mehr möglich ist.
Ja, das letzte Jahr hat mir sogar eine erste Gedichtveröffentlichung auf Papier möglich gemacht. Im 28. Band von Das Gedicht ist ein Gedicht von mir abgedruckt. Der Anton G. Leitner Verlag hat das schöne Motto: Poesie rettet den Tag.
Dem stimme ich zu. Darum lasse ich dieses neue Jahr mit einem Freitagsgedicht beginnen.
Danke fürs Vorbeischauen und Lesen.
Kommt gut an in diesem noch so neuen Jahr.
Schreiben und andere kreative Wege durch den Tag
Schreiben,
sich selbst verlieren,
auf kreativen Wegen
durchs Leben gehen,
Inspirationen sammeln,
sich wieder finden.
