Wer schaut denn da? - Room with a View - AC

Taube und Teufel in Tückelhausen

Teufel und Täubchen, friedlich vereint, schauen hinab auf das Treiben der Welt.

Devil and dove, peacefully united, look at the doings of the world.

 

I am sending this to Nadines Art Challenge Room with a View.

Das Bild schicke ich zu Nadine, die für die Art Challenge Zimmer mit Aussicht sammelt.

 

Wenn Du das hier zum zweiten Mal siehst, dann mach Dir keine Sorgen. Ich habe das schon vor einer Woche gepostet, zu zeitig für diese Art Challenge. Mein Fehler.

And if you see this the second time, that is ok. I posted this a week ago, to early for this AC. My Fault. 

 

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Die Leichtigkeit - Freitagsgedicht

Die Leichtigkeit

 

In der zweiten Urlaubswoche

ist sie da.

Ich spüre es.

Mich nervt nichts mehr.

 

Ich genieße es,

die nackten Füße in die

Sandalen zu schieben.

 

Alles ist schön.

Alles ist gut.

Das Urlaubsende ist noch fern.

 



Dies ist das zweite Gedicht zum Thema Urlaub. Vielen Dank für Eure Kommentare zum Freitagsgedicht der letzten Woche.

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So viel Schnipselpost! Danke!

Täglich kann ich Schnipselpost aus dem Briefkasten holen. Ihr seid unglaublich. Danke. Heute ging die zweite Runde an Dankeschönkarten raus, die dritte ist in Arbeit.

Nie hätte ich mit dieser Resonanz gerechnet, als ich euch darum bat, mir Schnipsel zu schicken.

 

Wie gern würde ich mich schon mit diesem Stapel und all den Schnipseln beschäftigen. Aber vorher wartet noch ein anderer Stapel auf mich, ein Stapel voller Bücher über die Formierung der Bürgerlichen Gesellschaft in Deutschland. Nächste Woche mache dazu eine Prüfung und dann, meine Lieben, dann bin ich frei. Frei um mich den Schnipseln und dem ihnen inne wohnenden Potential zu widmen.

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Freitagsgedicht - Tapetenwechsel

Tapetenwechsel

 

Nicht nur die vier Wände,

auch die 33 Probleme

und die zwei nervenden Nachbarn,

 

die fünf ungeputzten Fenster

und die 13 unerledigten To Dos

hinter mir lassen.

 

Um leichter zu leben,

um die Welt anders zu sehen

und mich zu fragen,

 

wer ich bin,

ohne meine vier Wände

und dem Leben wie es ist.

 



Das ist das erste Gedicht aus einem kleinen Zyklus, der sich um die Zeit vor dem Urlaub, das Befinden mitten im Urlaub und den Gefühlen nach dem Urlaub dreht.

Geschrieben in diesem Sommer.

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Auf der Suche nach Geborgenheit: das Wohnen und ich

Wohnen hat für mich viel mit der Suche nach Geborgenheit zu tun. Häuser sind ein wichtiges Thema in meiner künstlerischen Arbeit. Häuser und ihre Geschichten faszinieren mich.

Deshalb beantworte ich nur zu gern Lottas 12 Fragen zum Wohnen:

 

Beschreibe deinen Wohnort:

 

Wir wohnen in einem Dorf mit etwa 700 anderen Einwohnern nicht weit von Herrnhut, das manche von den Herrnhuter Sternen oder der Herrnhuter Brüdergemeine her kennen. Es ist hier definitiv ländlich, in einer wunderbaren Landschaft. Interessante Städte wie Görlitz, Zittau oder Bautzen sind Teil unserer Heimat, der Oberlausitz.

 

Von Dresden aus fährt man eine reichliche halbe Stunde ostwärts auf der A4 und dann noch einmal eine halbe Stunde auf der Landstraße gen Süden, schon ist man da. (Es gibt Leute, die denken, mit Dresden ist Deutschland am Ende. Da kommt aber noch was!)

Nach Polen und Tschechien ist es von hier aus jeweils weniger als 20 Kilometer weit, Tagesausflüge nach Prag oder Breslau sind also ganz normal. Die Schattenseiten der Oberlausitz möchte ich nicht verschweigen, wenige Jobs und schlechte Bezahlung. So jedenfalls erlebe ich es gerade.

 

Was ist dir bei der Suche nach einem Zuhause besonders wichtig?

 

Wichtig ist es uns, hier in der Region zu bleiben. Trotz der gerade genannten Schattenseiten. Der Platz in der Wohnung muss zur Familie passen – und da die Familie sich ändert und entwickelt, sind wir in den letzten 18 Jahren drei mal umgezogen und denken gerade wieder darüber nach. Inzwischen suchen wir nicht mehr größere Wohnungen sondern wir dürfen uns wieder verkleinern.

Ich selbst brauche Luft zum Atmen, das heißt, etwas Weitblick und Natur um mich herum. Denn auch im ländlichen Raum gibt es enge Straßen und den Küchenfensterblick auf eine Betonmauer statt auf eine Kastanie.

EW 65

 

Welche Wohn-Kompromisse würdest du eingehen und welche nicht?

 

Wir haben in unserer letzten Wohnung mit kinderfeindlichen Leuten in einem Haus gewohnt. Das ist eine Situation, die wir damals durch unseren Wegzug beendet haben und die wir nie wieder wollen.

 

Welchen Raum in deinem Zuhause magst du am liebsten und warum?

 

Ich mag unser Wohnzimmer am liebsten. Zu gern genieße ich ruhige Momente auf dem Sofa, mit anregender Lektüre und einer schönen Tasse Tee. Im Wohnzimmer ist auch „meine“ Ecke, in der mein Fernstudium, mein Schreiben und Werkeln stattfindet. Allerdings frage ich mich, wie ich das nächstes Jahr handhabe, wenn es ans Schreiben der Masterarbeit geht. Mitten im Familientrubel? Am liebsten hätte ich ein eigenes Arbeitszimmer.

 

Wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben und wer hat ihn geprägt?

 

Unser Einrichtungsstil ist von zwei Dingen geprägt. Zum einen von Möbeln, die aus der Familie stammen. Das sind keine wertvollen Antiquitäten, aber Dinge mit Geschichte. Der andere prägende Aspekt ist der Beruf meines Mannes: als Tischlermeister hat er vieles selbst gebaut. (Ich sage gern, ich hätte ihn vor allem deshalb geheiratet, weil er mir bei Bedarf neue Bücherregale bauen kann.) Gekaufte Möbel sind bei uns in der Minderheit, die Ärmsten.

 

Lässt du dich gern von Wohntrends verführen oder pflegst du eher deinen ganz eigenen Stil?

 

Siehe oben. Ich denke, ich habe meinen eigenen bunten Stil. Manche Trends finde ich furchtbar. Beispielsweise mochte ich den Kupferhype kürzlich so gar nicht. Aber vieles gefällt mir auch, nur äußert sich das dann eher in einem neuen Kissenbezug oder einer Vase vom Flohmarkt, als in neuen Möbeln. 

Das bin ich in meiner Arbeitsecke. Vorn der weiße Stuhl ist aus dem Friseursalon meines Großvaters.
Das bin ich in meiner Arbeitsecke. Vorn der weiße Stuhl ist aus dem Friseursalon meines Großvaters.

 

Dekorierst du deine Wohnung häufig um oder liebst du eher die Beständigkeit?

 

Soll ich euch was verraten? Zum Saubermachen und Aufräumen motiviere ich mich meist mit einer kleinen Aktion des Umdekorierens. Ein anderes Bild aufhängen, neue Blumen auf den Tisch… So etwas wirkt erst in einem geordneten Umfeld, und schwupp, bin ich am Putzen.

 

Von welchen Möbelstücken oder Wohnaccessoires würdest du dich nie wieder trennen?

 

Das wären vor allem die Erbstücke: mein Schreibtischstuhl, der mal ein Friseurstuhl im Salon meines Großvaters war, das kleine Sofa meiner Großeltern, ihre Uhr, die jetzt bei uns an der Wand hängt… Allerdings weiß ich, wie unberechenbar das Leben sein kann, weil meine Großeltern 1945 selbst alles Materielle verloren haben. Das Leben ist im Ernstfall wichtiger als Möbelstücke

 

Stilechte Glasbausteine, in der Familie umstritten, aber ich mag sie sehr.
Stilechte Glasbausteine, in der Familie umstritten, aber ich mag sie sehr.

 

Welchen Wohnbereich würdest du gern umgestalten, wenn du die Zeit und die Möglichkeiten dazu hättest?

 

Unsere Küche hätte eine Renovierung dringend nötig. Aber da wir übers Umziehen nachdenken…

 

Was fällt dir zuerst ins Auge, wenn du eine fremde Wohnung betrittst?

 

Zu gerne stöbere ich in den Bücherregalen anderer Leute. Bücher ziehen mich magisch an und über Bücher lernt man einander gut kennen.

 

Die Morgensonne erleuchtet "meine" Ecke.
Die Morgensonne erleuchtet "meine" Ecke.

 

Wie sähe dein Wohntraum aus, wenn du die finanziellen Möglichkeiten hättest und regional unabhängig wärst?

 

Persönlich würde ich gern einmal ausprobieren, wie es sich in einer Großstadt lebt, nur für ein paar Monate. Das gleiche gilt fürs Ausland. Das habe ich noch nie getan, es fehlt mir in meiner Lebenserfahrung. Manchmal wünsche ich mir auch, meiner FernUni in Hagen etwas näher zu sein.

Sehr gern würden wir hier in der Oberlausitz etwas Abseits vom Ort und oberhalb am Berg wohnen, mit Weitblick und in Abgeschiedenheit also.

Ach ja, ich könnte es mir auch vorstellen, auf Usedom zu wohnen… Träume sind was Schönes. 

drei Häuser aus Tetrapaks
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Schöpferisch sein - jetzt, nicht irgendwann!

Meinrad Dufner Schöpferisch sein

"Wann immer wir einen Sprung ins Kreative gewagt haben, hat es gut getan und verlebendigt. Die Reihenfolge ist nicht 'Wäre ich doch lebendiger, dann wäre ich schöpferischer.' Sondern: 'Lebte ich schöpferischer, ich wäre lebendiger.' "

 

 

 

 

 

 

 

 

Meinrad Dufner

Schöpferisch sein

Vier-Türme-Verlag

ISBN: 978 3 87868 6361

9,95 €



Hätte mein Blog ein Motto, dann ging es in diese Richtung. Warte nicht darauf, dass alles besser wird und du optimale Bedingungen hast, um anzufangen. Sei jetzt kreativ und schieb es nicht auf.

 

Gestern Nachmittag zum Beispiel war ich müde und nicht besonders gut aufgelegt. Meine Lust, irgendwas zu machen, ging gegen Null. Trotzdem habe ich mich an mein aktuelles Collagenprojekt gesetzt, weil ich wusste: hinter her geht es mir besser. Genau diese Erfahrung beschreibt Meinrad Dufner im Zitat oben. 

Wenn wir genauer darüber nachdenken, ist das ein gesellschaftskritischer Ansatz in einer Welt, die uns ständig sagt, dass wir uns etwas kaufen müssen, um glücklich zu sein.

 

Das Buch ist voller Weisheit über den Umgang mit der eigenen schöpferischen Kraft. Meinrad Dufner ist Maler (und Mönch), er erzählt in diesem Buch von seinem eigenen kreativen Prozess.

Ich habe "Schöpferisch sein" vor kurzem im Urlaub gekauft und lese es gerade zum zweiten Mal.

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Schnipsel für Lucia - ich brauche eure Hilfe

Schnipsel für Lucia

Bitte schickt mir Schnipsel - ich mach was draus! Aber der Reihe nach:

Im Oktober wird dieser Blog fünf Jahre alt. Dieses Jubiläum könnte ich mit einem Rückblick begehen, aber das ist mir zu langweilig.

Eine andere Idee ist mir zu verrückt: ich würde nämlich gern ein kreatives Bloggertreffen organisieren. Doch dafür fehlt mir jetzt die Spannkraft und ich will das auch nicht allein tun. (Hat jemand Lust, mit  mir über das Organisieren ein solchen Bloggertreffens nachzudenken?)

 

Zu meinem Blogjubiläum möchte ich gern etwas Neues gestalten. Und zwar aus Schnipseln, die ihr mir zusendet oder schickt. Wie habe ich mir das vorgestellt?

  • Packt ein paar Schnipsel aus Papier in einen Briefumschlag und schickt es mir. Das muss nichts Spektakuläres sein. Denkt an meine Vogelkarten, die ich aus einer Gratiszeitung gemacht habe. [Meine Adresse ist: Lucia Henke Löbauer Str. 28 02747 Strahwalde]
  • Als Dankeschön schicke ich eine selbstgemachte Postkarte zurück.
  • Oder ihr schickt mir ein Foto per Mail als Inspiration. [denkeanhenke(ät)aol.com]
  • Genauso gut könnt ihr mir ein Wort senden.
  • Als Dankeschön gibt es eine nette Antwort per Mail ;)
  • Ich sammle bis Ende August - im September geht es ans Verarbeiten und im Oktober wird das Ergebnis gezeigt.

 

Was ich daraus erschaffen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Vielleicht entsteht ein Heft mit Collagen und / oder eine Geschichte? Oder eine Serie von Bildern und Gedichten? Eine Installation? Oder etwas ganz anderes. Ich bin gespannt, zu was mich eure Schnipsel inspirieren werden und was aus all dem entsteht.

Das werde ich hier im Oktober zum Jubiläum ausführlich zeigen.

 

Diese Aktion vereint für mich das, was ich am Bloggen liebe: die Gemeinschaft, das gegenseitige Inspirieren und Bereichern sowie die Möglichkeit, eigene Arbeiten zu zeigen.

 

Wenn ihr Lust habt, dann schickt mir bitte Schnipsel, Wörter oder Bilder eurer Wahl. Das Bild oben könnt ihr mitnehmen wenn ihr mögt, und ein bisschen Werbung für diese Aktion machen. Danke!

Ich freue mich und bin gespannt.

 

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Wort-Collage als Freitagsgedicht: Frisch machen

Wortcollage frisch machen

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gutes Wochenende.

Vielleicht mit einem schönen Fehler?

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Blüten und Früchte

Mit ehrfürchtigem Staunen schaue ich auf meine Heckenrose.

Sie blüht und trägt gleichzeitig Früchte.

Wie macht sie das?

Ich fühle mich nach knapp drei Wochen Alltag schon wieder urlaubsreif.

Juli 2016
Juli 2016

Juni 2016
Juni 2016
Mai 2016
Mai 2016
April 2016
April 2016

März 2016
März 2016
Februar 2016
Februar 2016
Januar 2016
Januar 2016


Tabea sammelt die 12tel Blicke.

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umschreiben - Freitagsgedicht

das steht auf einem anderen Blatt

umschreiben

 

wovon ich nicht reden kann,

davon muss ich schreiben.

 

ich schreibe es auf,

ich schreibe darüber,

ich schreibe es um.

 

immer noch steht

nichts von dem da,

was ich sagen wollte.

 

ich schreibe weiter,

bis das blatt sich

wendet.


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Das Paradies hat viele Seiten - hier sind meine

Stempelei.
Stempelei.
Stempel und Gelantiedruck
Stempel und Gelantiedruck

Das Paradies entsteht nicht

ohne unser Zutun.

Druck mit Aufwaschmatte und Acrylfarben
Druck mit Aufwaschmatte und Acrylfarben

Wenn wir das unsrige beitragen,

dann blüht unsere Welt auf.

Und wir auch.

Stempel und Collage
Stempel und Collage

Die Hoffnung trägt ein grünes Kleid,

sie träumt im Wachsen,

in Texten und Liedern

vom Paradies.

Ölpastellkreide und Gelantiedruck
Ölpastellkreide und Gelantiedruck

Ein dicker Panzer hilft,

all das zu ertragen,

was nicht so paradiesisch ist.

Gelantinedruck
Gelantinedruck

Die Liebe -

das kann das Paradies sein.

Gelantinedruck und Stempel
Gelantinedruck und Stempel

Glück ist Glück,

auch wenn es vergänglich ist.

Stempel und Fineliner-Zeichnung
Stempel und Fineliner-Zeichnung

Ein Paradiesvogel

darf tolpatschig sein.

Und skeptisch gucken!

Gelantinedruck mit Keksverpackung und Bleistiftzeichnung
Gelantinedruck mit Keksverpackung und Bleistiftzeichnung

Das Kindheitsparadies -

sehnen wir uns dahin zurück?

Schaffen wir ein solches?

 

 

Auch für unser inneres Kind?

 

Meine Seiten vom Paradies - Sommerpost Mailart-Aktion 2016
Meine Seiten vom Paradies - Sommerpost Mailart-Aktion 2016

Michaela sammelt alle Seiten zum Paradies hier: Klick

Grundsätzliches zu dieser Sommerpost-Aktion zum Thema Paradies bei Tabea: Klick.

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Ein kreatives Leben führen - Big Magic

Big Magic Eliasabeth Gilbert

"Geh in deiner Familiengeschichte ein bisschen zurück. Sieh dir deine Großeltern an: Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie Macher von etwas waren. ...

 

Wenn du weit genug zurück gehst, wirst du auf Menschen treffen, die keine Konsumenten waren, die nicht herum saßen und darauf warteten, dass ihnen etwas widerfuhr. Du wirst auf Menschen treffen, die ihr Leben damit verbrachten, Sachen zu machen.

 

Da kommst du her. Da kommen wir alle her. Der Mensch ist über die längste Zeit ein kreatives Wesen gewesen - lang und beständig genug, dass Kreativität ein vollkommen natürlicher Impuls zu sein scheint."

 

Elisabeth Gilbert in Big Magic.

 

Aus dem Amerikanischen von Britt Somann

Preis € (D) 14,99 | € (A) 15,50
ISBN: 978-3-596-03370-6
 

Im Urlaub las ich dieses Buch nach wenigen Monaten zum zweiten Mal. Das war sehr anregend: genau so wie man eine Wanderkarte mit anderen Augen studiert, nachdem man einen Teil des Weges schon gegangen ist.

 

Der deutsche Untertitel ist ungücklich gewählt und wer in diesem Buch etwas in Richtung Eat Pray Love erwartet, wird enttäuscht sein.

 

Es geht Elisabeth Gilbert darum, wie wir ein kreatives Leben führen können. Mir gefällt der Ansatz, dass es das natürlichste der Welt ist, kreativ zu sein. Und dass nur wir selbst uns die Erlaubnis geben zu brauchen, um so zu leben. Kein Hochschulabschluss oder Kunstpreis ist nötig. Neugier und Mut reichen aus.

 

In loser Folge stelle ich ab jetzt immer Montags Bücher vor, die mich inspirieren.

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Druck im Paradies

on my desk

Druck im Paradies klingt etwas zu hart. Gedrucktes Paradies - das soll es sein, 9 Teilnehmerinnen gestalten je 8 Seiten, daraus kann jede ihr eigenes Buch vom Paradies binden. Das ist das Sommerpost-Projekt 2016. (Bei Tabea gibt es die ausführliche Erklärung)

 

Diese Woche bin ich in meiner Gruppe 3 dran. Heute oder spätestens Morgen werden meine Drucksachen ankommen. Deshalb verrate und zeige ich hier nicht mehr als diese Zeichnung von meinem Arbeitstisch. Arbeitsphase: Stempel schnitzen und Stempel testen.

 

Bei mir sind 8 verschiedene Motive entstanden. Es hat mehr Zeit gebraucht, als ich dachte. Und das Thema Paradies hat sich als sehr ambivalent herausgestellt. Ein tolles Projekt.  Nächste Woche stelle ich meine Ergebnisse hier in aller Ausführlichkeit vor.

Bei Michaela versammeln sich die Paradiesbuchseiten: hier.

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Ich freue mich, auch wenn es mir schwer fällt

Sommerblumen

Kann ich mich über das Ergebnis so freuen, wie ich dafür gearbeitet habe? Machen wir den Praxistext:

Die letzten Monate saß ich an einer Hausarbeit fürs Fernstudium. Das Recherchieren und Sortieren ging schon vor einem Jahr los. Hier und hier habe ich davon erzählt.

 

Gestern nun kam nach erstaunlich kurzer Zeit das Ergebnis samt begeistertem Kommentar. Bin ich stolz, bin ich glücklich und genieße es? Nun, es fällt mir schwer. Keine Ahnung, warum. Ich arbeite daran. Sicherlich wird die Freude nicht so lange anhalten, wie die Arbeit gedauert hat.

 

Gestern habe ich mir bewusst Mühe gegeben mit dem Freuen und spontan mit meiner Familie gefeiert. Denn sie leiden sehr unter mir, wenn ich nur noch das Fernstudium im Kopf habe. Und sie sind stolz auf mich, wenn ich meine Sache fein gemacht habe.

Und für euch, meine BlogleserInnen, habe ich einen Sommerblumenstrauß mitgebracht. Denn eure Unterstützung trägt mich durch manche Durststecke. Schön, dass ihr da seid.

 

Kennt Ihr das auch? Diese verhaltende Freude?

 

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Karzer oder Paradies?

Hierionymusrelief Tückelhausen

Michi opidum carcer est solitudo paradisus.

Die Stadt ist für mich ein Kerker, die Einsamkeit das Paradies.

 

Von meiner Auszeit habe ich euch dieses Sandsteinrelief mitgebracht. Weil ich auf der Suche nach dem Paradies war, fiel es mir sofort auf. Es zeigt den Kirchenvater Hieronymus im Gehäuse, wie er einem Löwen einen Dorn aus der Pfote zieht. Das Ganze kann man im Kartäusermusem Tückelhausen bewundern.

 

Mich hat vor allem die Unterschrift berührt, besonders aus der aktuellen Weltlage heraus. Wie oft möchte ich mich vor allem verschließen, in die Einsamkeit verschwinden... Aber die Einsiedelei ist nicht die Lösung schlechthin und Einsamkeit entpuppt sich auch selten als ein Paradies.

 

Ja, das Sommerpost-Projekt zum Paradies hat begonnen. Die ersten Druckseiten von Erika sind bei mir angekommen. Danke!

Diese Woche bin ich dran - meine Versionen oder Visionen zum Paradies sind fast fertig. Schon vor dem Urlaub begonnen, ist jetzt die Vollendung nahe ;))

 

Nach der langen Blog-Pause steppt hier jetzt wieder der Bär. So jedenfalls habe ich es mir vorgenommen. Und falls er sich die Pfote verletzt, dann tue ich es Hieronymus gleich. Mit anderen Worten: ich bin wieder hier und das ist gut so.

 

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Der bunte Juni mündet in eine Blogpause

Mit Bonbons als Nervennahrung saß ich diesen Monat die ganze Zeit am Laptop und schrieb an meiner Hausarbeit.

Nun, nicht die ganze Zeit, aber so fühlte es sich an. Die Freuden des Fernstudiums haben meinen Juni dominiert. Aber nebenbei war ich auch ab und zu mal draußen unterwegs oder habe russischen Tee getrunken (ein Souvenir meiner Reise im Mai).

 

Und ich war kreativ tätig.Sowieso hat die Kreativität einen Raum eingenommen, der mich zum Grübeln bringt. Wohin geht das mit uns beiden, der bunten Muse und mir? Und was davon gehört in diesen Blog? Passt das Wort Schreibtischwelten noch?

 

Erst einmal lege ich hier eine Pause ein. Um mich neu zu sortieren, um Atem zu holen und das Paradies zu finden.

Meine Collage schicke ich zu Birgitt. Meine Grüße gehen an euch alle. Habt eine gute Zeit.

 

 

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Am Wald vorbei - Bilder-Pingpong

Waldläuferin

Man kommt anders aus dem Wald heraus,

als man hinein gegangen ist.

 

Wenn man aber am Wald vorbei läuft,

dann macht das dem Wald nichts aus.

 

Man selbst verliert.



Das schicke ich zu Ghislanas Juni-Runde im Bilder-Pingpong. Schaut euch bei ihr an, was andere aus dem Waldstartfoto gemacht haben.

 

Bei mir ist es diesmal bei einem digitalen Versuch geblieben. Bisschen viel zu tun, momentan. Aber das wird bald besser. Vielleicht sollte ich in aller Ruhe in den Wald gehen...

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Flaschenpost - Freitagsgedicht

Aquarell nach Walter Kuphal
Aquarell nach Walter Kuphal

Flaschenpost

 

Schick mir eine Flaschenpost.

Gib mir ein Rauchzeichen.

Lass die Brieftauben fliegen.

 

Sag mir, dass du kommst.

 

Hörst du meinen Herzschlag?

Spürst du meine Sehnsucht?

 

Schick mir eine Flaschenpost.

Sag mir, dass du kommst.


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Im Mai erblüht mein 12tel Blick

Mai 2016
Mai 2016
April 2016
April 2016

März 2016
März 2016
Februar 2016
Februar 2016
Januar 2016
Januar 2016


Es ist wie eine grüne Explosion - der Rosenbusch vor unserem Fenster. Und jetzt blüht er. Mir sagt mein 12tel Blick in diesem Jahr, wie gut es ist, genau hinzusehen. Die letzten Jahre hatte ich diesen Strauch nur nebenbei wahrgenommen. Jetzt sind wir gute Freunde.

 

Tabea sammelt die 12tel Blicke für den Mai. Hier.

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Nachtrag zum Bilder-Pingpong - aus Jablonné v Podještědí

Die Basilika in Deutsch Gabel / Jablonné v Podještědí und der Marktplatz
Die Basilika in Deutsch Gabel / Jablonné v Podještědí und der Marktplatz

Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal in der wunderschönen Basilika in Jablonné v Podještědí. Man muss von uns aus nur wenige Kilometer über die tschechische Grenze fahren, und schon ist man da.

Seht ihr im fünften Foto die Pilgergruppe, die auf den Stufen rastet? Sie hat uns das Startfoto für den Bilder-Pingpong im Mai geliefert.

 

Heute startet Ghislana die Juni-Runde (im Bilder-Pingpong), bevor wir dann eine kleine Sommerpause einlegen.

Sich stärken und ausruhen ... bevor es weiter geht.
Sich stärken und ausruhen ... bevor es weiter geht.
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